Genereller Hinweis:
In den meisten Xemo-Steuerungen ist der Endstufen-Steckplatz für Motor 3 nicht belegt. Auch bei DrivSets werden in der Regel nicht mehr als drei Achsen bzw. drei Motoren an den Xemo-Steuerungen betrieben, so dass man die Takt-/Richtungsbaugruppe TR501 auf diesen Steckplatz aufstecken kann und damit zusätzliche Möglichkeiten erhält.
Zusätzliche digitale Eingänge:
Die TR501-Baugruppe enthält drei digitale 24V-Eingänge, die mit den anderen Eingängen der Steuerung kompatibel sind d.h. sie lassen sich per Software invertieren und haben elektrisch die geleichen Schaltpegel. So kann man eine 3-Achssteuerung auf 11 oder eine 2-Achssteuerung auf 14 digitale Eingänge erweitern.
Zwei der digitalen Eingänge einer TR501-Baugruppe kann man zudem für sicherheitsrelevante Signale nutzen, indem an sie als Endschalter definiert. Wird einer dieser Eingänge aktiviert, so werden alle Endstufe gestoppt.
Zusätzlicher digitaler Ausgang:
Benötigt man in einem System einen weiteren digitalen Ausgang, kann man das Richtungssignal einer TR 501-Baugruppe nutzen. Es steht als differentielles Signal auf 5V Basis an und kann störsicher über lange Distanzen geleitet werden. Über ein einfaches Unterprogramm schaltet man den Ausgang ähnlich wie die normalen Ausgänge der Xemo-Steuerung, z.B. bei einer TR501 auf Steckplatz M3:
sub out_aux(zustand as integer)
if zustand = 1 then
jog(_a,1)
else
jog(_a,-1)
end if
end if
Die TR501-Baugruppen können über ihren Taktausgang ein bahnsynchrones Geschwindigkeitssignal zur Verfügung stellen. Hierzu wird im Bahn-Modus eine virtuelle Achse mit der Steckplatz-Nummer der TR501-Baugruppe definiert. Die TR501 liefert dann kurze zur Geschwindigkeit des realen Achsen synchrone Signale.
Diese Eigenschaft kann man z.B. nutzen, wenn man bei einem Inkjet-System bereits den Kennzeichnungsdruck in der Beschleunigungsphase beginnen will bzw. bis in die Verzögerungsphase hinein nutzen möchte. Dies ermöglicht kürzere Linearachsen, Zeitersparnis bzw. geringere Beschleunigungswerte und damit mehr Robustheit beim Inkjet-System.
Der Taktausgang wird mit dem Taktgebereingang des InkJets-Systems verbunden, die Feinanpassung der Taktrate kann über die Kalibierung der virtuellen Achse erfolgen. Auch andere Systeme oder Aggregate wie Dosiersteuerungen, etc. die eine Geschwindigkeits-proportionales Taktsignal benötigen, lassen sich hier anschließen.
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